Freitag, 5. Dezember 2014

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Die Geschichte des Tourismus!

Von Herodotos bis Goethe und Heine oder Hesse, alle liebten sie  das Reisen. Es handelt sich damals aber nicht darum, was wir heute Tourismus nennen. Zum Beispiel dauerte Goethes Reise nach Italien jahrelang und er studierte dabei Architektur, Malerei und Bildhauerei oder schrieb seine Eindrücke nieder.
Im Französischen hieß das „vacances“, und betraf die Zeit, in der die Gerichte geschlossen waren. Die ursprüngliche ist eigentlich Bedeutung „leer“. Der normale Arbeiter hatte, wenn überhaupt, wirklich nur einen freien Nachmittag. Nach dem Kirchenbesuch am Sonntagmorgen wurde dann oft ein kleiner Ausflug mit einem Picknick verbunden (Wie das auf den Bildern von Manet und seinen Freunden beobachtet werden kann.).
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen einige Firmen eine Art Werksurlaub einzuführen, um Monate zu überbrücken, in denen ihre Produkte nicht verkauft werden konnten und deshalb nicht produziert wurden. Sie sparten hiermit sogleich Löhne ein. Später organisierten diese Firmen für ihre Arbeiter und Angestellten zu diesem Zweck ein- oder mehrtägige Ausflüge ans Meer oder in die Berge. Danach spezialisierten sich kleinere Agenturen auf diese neuentstandenen Dienstleistungen. Grafen, Herzöge, Burg- und Landhausbesitzer, die unter finanziellen Problemen litten, öffneten ihre Pforten für zahlende Besucher. Das war somit der Beginn der öffentlichen Museen.
Heute gibt es Pauschalreisen, da ist alles drin, man zeigt dir speziell für Touristen aufgestellte „historische Statuen“, mit denen du dich fotografieren lassen kannst. Du kannst dein heimisches Wiener Schnitzel mit deutschem Bier bekommen und dich wie „zu Hause“ fühlen, selbst die Kellner sprechen Deutsch. „Die Welt ist Deutsch“, denkt der Deutsche, „warum wollte Hitler sie erobern?“ Nur die Stechmücken hat er vergessen. Sie trinken deutsches Blut besonders gern. „Wie gut, dass es so viele davon zu Hause nicht gibt. Wann kann ich endlich wieder in meinem eigenen Bett schlafen!“

Else
Else
Else
Else
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